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Ein nie endendes Thema: Das Problem mit der rechtzeitigen Abgabe der Arbeitsscheine
Der tägliche Kampf um die Arbeitsscheine

1. Grundsätzlich gilt:
 

Die Arbeitsscheine sind täglich abzugeben, sonst fährt keiner nach Hause! Geht nicht immer, das ist einsichtig. Aber am nächsten Morgen sollten sie da sein. Auf einer Auswärtsbaustelle werden die Scheine täglich gefaxt, oder fotografiert (WhatsApp) und abgeschickt oder das Firmenprogramm hat Lösungen, auch das ist (heute meist) möglich.
 

Mir ist bewusst, dass das Konfliktpotential in sich birgt. Trotzdem macht sich Hartnäckigkeit und Konsequenz bezahlt. Scheust du Konflikte, oder hast du Angst einen Monteur zu verlieren?

Hast du schon einmal überlegt welche Überwindung es kostet, ein Unternehmen zu verlassen und neue Ufer zu betreten? Ein Unternehmen wo man keinen kennt – in dem man erst einmal ein Fremder ist?
 

Übrigens - Arbeitsscheine im Nachhinein zu schreiben, ist kontraproduktiv: 

♦  Die Aufzeichnungen erinnern an Märchen
♦  Keiner merkt sich eine Woche,
was er genau wann gearbeitet hat
♦  Manche Monteure behaupten, Sie würden Aufzeichnungen in einem Kalender führen.
    Ich frage mich, wie genau sind diese Aufzeichnungen?
    Da können sie doch gleich die Arbeitsscheine schreiben – oder?

♦  Und was ist mit den Regiearbeiten? Fallen die durch den Rost?

 

Was schreibt der Lehrling?
♦  Nichts?
♦  Macht das der Monteur?
♦  Wenn ja, dann ist es aber kein Wunder, dass die Burschen nach vier Lehrjahren nicht mehr schreiben können.
    Im Zeitalter der Smartphones wird das hoffentlich besser, denn da können sie plötzlich alle schreiben – egal mit wieviel Fehlern, hauptsächlich sie schreiben!


 

2. Lehrlinge sind anzuhalten, ihre Arbeitsscheine selbst zu schreiben!
 

Wann sollen sie es sonst lernen? Sie haben ein Recht auf Aus- und Weiterbildung und es nimmt sich in diesem Punkt keiner Zeit, obwohl dieses Thema so alt ist, wie es Installateure gibt.

Plötzlich ist der Lehrling Jungmonteur und soll ab jetzt die Arbeitsscheine richtig ausfüllen? Der Großteil hat wahrscheinlich in der Lehrzeit (4 Jahre) das Schreiben verlernt

Es ist Chefsache die Umsetzung zu organisierten!

 

3. Die Probleme mit dem Innendienst
 

Wie glaubst du als Chef, geht es Mitarbeiter/innen, die ständig den Arbeitsscheinen und Formularen nachlaufen müssen. Ist es möglich, dass sich diese gefoppt fühlen, ausgenutzt, nicht verstanden?

Glaube mir, sie sind verärgert und fühlen sich im Stich gelassen, weil sich nichts ändert.

Genauer: Weil DU nichts änderst– das ist Chefsache!

Dazu kommt, dass die Arbeitsbereitschaft dieser Mitarbeiter/innen (unbewusst) sinkt und es Zeit und Geld kostet, weil es sich um Störungen und Unterbrechungen handelt, die an der Leistung von Menschen sägen.
 

Es gibt Menschen, die können sich schlecht organisieren. Wir nennen sie Chaoten. Das sind durchaus auch liebenswürdige Menschen, meist kreativ, einfallsreich und sprühen nur so von Ideen. Sie tun sich lediglich schwer mit der Umsetzung ihrer Aufgaben. Je mehr Möglichkeiten du ihnen gibst, um etwas zu ritualisieren, umso leichter tun sie sich mit der Umsetzung - zum Beispiel Arbeitsscheine täglich abgeben.

Vergiss die Idee, einen Chaoten ändern zu wollen. Diese Menschen sind mit diesem Charakterzug auf die Welt gekommen und müssen damit leben (lernen). Du entscheidest, ob du den richtigen Arbeitsplatz für ihn/sie findest oder du musst Konsequenzen setzen. Das ist deine Aufgabe als Chef.
 

Diese angeführten Themen sind immer wiederkehrend, wenn Du kein Ritual daraus machst.

Die Arbeitsscheine und Formulare abzugeben ist in vielen Unternehmen eine „Holschuld“. Mach eine „Bringschuld“ daraus!

Das ist nicht gerade einfach, weil es um Verhaltensänderung geht. Wer verändert sich schon gerne, wenn es auch anders funktioniert. „Das haben wir immer so gemacht“, ist die meist lakonische Antwort – eine „Killerphrase“. In einer Zeit, in der alles ständig in Bewegung ist, ist so einen Antwort kontraproduktiv und verhindert jede gewünschte Veränderung. Lass dir solche Antworten nicht gefallen!
 

Rituale

Was wir bewusst tun, kostet uns immer Energie und Anstrengung!
 

Indem wir eigene Rituale entwickeln und festigen, werden wir viel produktiver und gleichzeitig weniger Anstrengung verspüren. Wir müssen uns nicht an unsere Rituale erinnern, sondern es geschieht einfach aus Gewohnheit, so wie Zähne putzen.
 

Es gibt auch Rituale, die das Zusammengehörigkeitsgefühl und/oder die Teamfähigkeit fördern. Sie bieten auch ein gewisses Sicherheitsgefühl. Würde ein liebgewonnenes Ritual von heute auf morgen wegfallen, könnte das einige Menschen auch verunsichern.
 

Erst nachdem wir es geschafft haben, eine Sache mindestens 90 Tage lang oder 90 Mal hintereinander zu tun, haben wir ein Ritual erschaffen, das vermutlich bleibt.

Gelingt es uns, eine Aufgabe ein halbes Jahr regelmäßig umzusetzen, (beispielsweise „Arbeitsscheine täglich abzugeben“ oder „Die strukturierte Montagsbesprechung“), bleibt uns diese Gewohnheit in den allermeisten Fällen so lange erhalten, wie wir das wollen.


ACHTUNG!

Wir dürfen allerdings nicht wahllos neue Rituale erfinden und alle gleichzeitig nutzen wollen.

Eines bis zwei gute pro Jahr sind vollkommen ausreichend. Machen wir es uns zur Regel, niemals an zwei Ritualen gleichzeitig zu arbeiten und sich daran gewöhnen zu wollen.

Konzentrieren wir uns für mindestens 90 Tage auf nur eines. Alles andere ist zu schwierig und wiederspricht der menschlichen Natur. Daher hat ein Team wenig Chance für die Umsetzung.

 

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